Unsere Forderungen

Zum 1. Juli ist die Reform der Pflegeversicherung in Kraft getreten. Die Leistungen für demenzkranke Menschen, die zu Hause leben, wurden stark ausgeweitet. Doch die „Betreuungsassistenz“ für demenzkranke Menschen im Pflegeheim ist nach Ansicht der Diakonie Neuendettelsau leider weder qualitativ noch quantitativ ausreichend, um dem tatsächlichen Betreuungsbedarf demenzkranker und depressiver Menschen in Pflegeheimen gerecht zu werden.

Eine Hilfskraft soll 25 demenzkranke Menschen betreuen?

Wir gehen davon aus, dass mit dem neuen Anspruch weniger als 10 Minuten Betreuung täglich für jeden demenzkranken Bewohner finanziert werden. Und dies ist noch dazu mit einem großen Verwaltungsaufwand verbunden, der wiederum viel wertvolle Zeit kostet.

Viel Bürokratie für wenig Betreuung!


Die Diakonie Neuendettelsau,
das Diakonische Werk Bayern,
das Bayerische Rote Kreuz,
der Bayerische Landesverband der Arbeiterwohlfahrt und
der Landes-Caritasverband Bayern

rufen deshalb alle Verantwortlichen auf,

  • bei der Eingruppierung in eine Pflegestufe endlich den tatsächlichen Betreuungsaufwand für Menschen mit Demenz anzuerkennen;
  • die Überlastung der Pflegenden zu sehen und dauerhaft Abhilfe zu schaffen, damit
    auch künftig engagierte und kompetente Fachkräfte für diese wichtige Arbeit zur Verfügung stehen.

Deshalb fordern wir:

Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer, Rektor
Leiter der Diakonie Neuendettelsau